Die Kurparks im Staatsbad Meinberg
Erholung für Geist und Sinne.
Der Historische Kurpark
Der Historische Kurpark Bad Meinberg ist öffentlich zugänglich und befindet sich im Eigentum vom Landesverband Lippe. Er erstreckt sich auf eine Größe von ca. 6,25 ha.
Die Entstehung des Historischen Kurparks geht auf eine 1767 von Oberförster Feige gefertigte Planskizze zurück. Förderer des Kurparks waren der Begründer des Kurbetriebes Dr. Trampel und der Landesherr Graf Simon August zur Lippe. Der Historische Kurpark enststand um die sogenannte Mofette (Gasquelle).
Der Historische Kurpark von Bad Meinberg wurde 1768 bis 1775 als barocker Park mit geometrisch verlaufenden Wegen und Hecken angelegt und 1785 mit landschaftsparkähnlichen Elementen umgestaltet. Trotz vieler Wandlungen und baulicher Entwicklungen ist bis heute die charakteristische Form des Parks erhalten geblieben: der quadratische Grundriss mit einem alleeförmigen, baumbestandenen Wegekreuz, in dessen Schnittpunkt sich der Brunnentempel befindet, und ein großer Teil des alten Baumbestandes mit Einzelbäumen, Baumreihen und Baumgruppen. Er ist als Standort der heilkräftigen Mineral- und Kohlensäurequellen das Herzstück des Staatsbades, des Badegeschichte. Bad Meinberg ist bis heute geprägt durch das historische Ensemble des Parks und der dazugehörigen Gebäude, dem Brunnentempel, dem Ballhaus und den Logiehäusern “Stern” und “Rose”. Der Historische Kurpark mit Brunnentempel und Logiehaus ist in der Denkmalliste eingetragen. Zum Schutz und der Pflege dieser Denkmäler wurde vom Landesverband Lippe eigens ein Parkpflegewerk erstellt, welches das überlieferte Erscheinungsbild für die Nachwelt erhalten soll.
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| Kurparkeingang | Historischer Kurpark |
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| Historischer Kurpark | Historischer Kurpark |
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| Historischer Kurpark | Historischer Kurpark |
Quellennachweis: Halke Lorenzen
Der Bergkurpark
Im Jahre 1932 wurde nördlich vom historischen Kurpark auf einer Fläche von ca. 3 ha zwischen Stern und Schanzenberg der Bergkurpark fertiggestellt. Dieser terrassierte Park ist durch seine geometrische Gestaltung bestimmt. Prägende elemente sind die großzügige zentrale Treppenanlage und die Natursteinmauern mit diversen Steingartengewächsen. Rosenbeete, Strauchgrupen und Buchs lockern diesen Garten auf. Der Garten der Sinne soll die Sinne anregen. Die Planungen stammen vom Gartenarchitekten Pieper aus Bielefeld, mit dem als ausführender Gartenmeister Hermann Niemeyer nach Bad Meinberg kam.
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| Der Bergkurgarten | Der Bergkurgarten |
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| Garten der Sinne | Garten der Sinne |
Seekurpark
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| Seekurpark |
Von 1952 bis 1955 wurde nach Plänen von Hermann Niemeyer der Kurpark am See angelegt. Er ist vom historischen Kurpark über Pflanzbeete mit Wechselbepflanzung erreichbar. Hier erwartet den Gast in den Monaten Mai bis Oktober von 9 bis 11 und 15 bis 17 Uhr eine 12 Meter hohe Fontäne. An seiner Stelle befand sich zuvor der sogenannte Seerosenteich, der ziemlich versumpft war.
Der Länderwald Silvaticum
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| Silvaticum |
Ende der fünfziger Jahre wurde in Bad Meinberg über eine Erweiterung der Parkanlagen nachgedacht. Die drei vorhandenen - der Historische Kurpark, der Seekurpark und der Bergkurgarten - reichten aufgrund der enorm ansteigenden Kurgastzahlen nicht mehr aus. Der Landesforstmeister Dr. Arnold Splettstößer hatte den Gedanken, einen für Deutschland ganz neuartigen Kurpark zu schaffen, einen Länderwaldpark, geordnet nach unterschiedlichen Landschaften der Erde. Die Bäume sollten in einer weitläufigen Grünlandschaft angepflanzt werden. Dr. Splettstößers Ziel war es, möglichst viele fremde Gehölze in diesem Park zusammenzutragen, um die Verträglichkeit und die Vitalität der verschiedenen Arten in unserer Region nachzuweisen. Das benötigte Gelände im Umfang von ca. 36 ha wurde durch den Landesverband Lippe, dem Träger des Staatsbades Meinberg, von mehreren ortsansässigen Landwirten angekauft. 1961 wurde mit dem Wegebau begonnen und 1962 entstanden dreizehn je ca. 1 ha große Waldlandschaften. Sieben der Waldlandschaften sind in Mittel- und Südeuropa beheimatet, außerdem wurden vier nordamerikanische und zwei ostasiatische Waldlandschaften geschaffen. Das später angelegte vierzehnte Gebiet stammt aus dem Kaukasus. Dr. Splettstößer prägte für den neuen Länderwald die vom lateinischen “silva” (Wald) abgeleitete Bezeichnung “Silvaticum”. Die damalige Gartenbauabteilung des Staatsbades Meinberg und die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe pflanzten 36.000 Bäume und Sträucher auf einer Fläche von ca. 12 ha. Auf den verbleibenden Flächen entstanden Wiesen und Wege. Die Wege des Silvaticums werden gern für erholsame Spaziergänge und Wanderungen genutzt.
Quellennachweis: Manfred Holste
Einen Lageplan zur Orientierung finden Sie hier.












